Messe Nr. 1 d-Moll, WAB 26 (1864)

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Messe Nr. 1 d-Moll, WAB 26 (1864)
Soli, vierstimmig gemischter Chor, Orchester u. Orgel

Revisionen 1876 und 1881/82; die Unterschiede betreffen vor allem Zeichen in bezug auf Artikulation und Dynamik.

Erstdruck 1892 (Hrsg. Max von Oberleithner, Verlag Johann Gross/S.A. Reiss, Innsbruck, zusammen mit dem Klavierauszug von Löwe)
NGA: XVI (Nowak, 1957, 1996)

Die Unterschiede zwischen beiden Partituren sind, abgesehen von einer Reihe kleinerer Details, offenbar nicht sehr groß. In der Erstausgabe (Klavierauszug von Löwe) singt z.B. der Bass im Gloria zwischen K und L (Takt 99 - 106) das "miserere", das bei Nowak vom Chor gesungen wird.

Van Zwol Bruckner-Biografie 686ff.




 




Die Aufnahmen im historischen Überblick
In der d-Moll-Messe bleibt die Rolle der Solisten begrenzt, so dass im folgenden kaum darauf eingegangen wird. Viel auffälliger dagegen ist die Rolle des Orchesters, das, anders als bei den früheren kleineren Messen, nicht nur begleitet, sondern dem auch diverse charakteristische Zwischenspiele zugeteilt sind. Die Begleitung ist stellenweise originell und gar sperrig und darf nicht im allgemeinen Klang untergehen, und das stellt hohe Anforderungen an die Aufnahmetechnik, weil sie nicht versuchen sollte, durch einen Pauschalklang zu glätten und so einen "harmonischen" Klang zu erzeugen. Bruckner selbst hat für das Orgelintermezzo im Credo (T. 105 - 109) eine Alternative mit Blasinstrumenten geschrieben, so dass Dirigenten wählen können. Zum Schluss sei noch darauf hingewiesen, dass sowohl bei der Messe am Gründonnerstag, der 1. wie bei der 2. Messe wie auch bei der Missa solmenis der Anfangssatz von Gloria und Credo von Bruckner nicht mitkomponiert worden ist: In der katholischen Liturgie wird dieser Satz vom Priester gesagt bzw. gregorianisch gesungen, und dann erst setzt der Chor ein. Bruckner setzte diesen Brauch voraus und er ist also auch bei einer Einspielung einzuhalten; alle Einspielungen außer Adler und Esser folgen dieser Tradition.

Die 1. Messe hat in punkto Beliebtheit nie mit den beiden anderen großen Messen mithalten können: Die fonografische Rezeption setzt, wenn man von dem Fragment (Gloria) unter Kalt (1920er Jahre) absieht, erst mit der Einspielung von Adler (1954) ein, und auch die Gesamtzahl der LP- und CD-Ausgaben hält sich sehr in Grenzen. Adler war ein Adept Mahlers und hat sich sehr mit dessen Musik und der Musik Bruckners auseinandergesetzt, als dies noch nicht en vogue war. Die Aufnahmen erschienen ursprünglich bei seinem eigenen Label. Seine Aufnahme der 1. Messe ist, zusammen mit der von Esser (55'01),  mit Abstand die langsamste bisher (50'35); nur die von Matt kommt in die Nähe (50'14) - wobei die bisher schnellste Aufnahme (Pötsch) nur 40'35 braucht, ein enormer Unterschied. Die langsamen Tempi betreffen vor allem die ersten drei Sätze. Es gibt kleine Unvollkommenheiten sowohl im Zusammenspiel zwischen Chor und Orchester wie im Chor selbst, vor allem gegen Ende zu, aber als Ganzes vermag die Aufnahme an sich zu überzeugen. Der Chor setzt Vibrato und Portamento behutsam ein, das Solistenquartett ist z.B. im "Et incarnatus est" mit seinem Vibrato weniger zurückhaltend, so dass es zwar schön, aber datiert klingt. Der - wahrscheinlich nicht sehr große - anonyme Chor singt geschmeidig und weich, nicht martialisch. Die dynamischen Zeichen werden umgesetzt, aber hier machen sich die Beschränkungen der Tontechnik Anfang der 1950er Jahre bemerkbar. Der dynamische Bereich ist selbstverständlich begrenzt, aber noch befriedigend; große Steigerungen wie etwa beim "Et resurrexit" sind allerdings akustisch nicht mehr befriedigend, und dass an ff-Stellen sich die Balance zuungunsten des Chores auswirkt, ist ebenfalls bedauerlich. Dennoch ist dies eine Aufnahme mit mehr Atmosphäre als manche spätere mit weit besserer Aufnahmetechnik; die Art und Weise wie das Kyrie gleichsam aus dem Nichts hervorkommt, ist unvergesslich - dafür leistet das innere Ohr gerne die Arbeit, das Fehlende zu ergänzen! 

Die nächsten Aufnahmen lassen fast zwanzig Jahre auf sich warten. Aus1971 gibt es die Einspielung unter Esser mit einem Kölner Kirchenchor. Esser ist ähnlich langsam wie Adler, ja sogar noch eine halbe Minute langsamer; ob Esser dessen Aufnahme gekannt hat, ist ungeklärt, dennoch scheint ein direkter Einfluss zweifelhaft: Im Kyrie ist Esser deutlich schneller als Adler, im Gegensatz zum Credo und zum Agnus Dei, wo er bedeutend langsamer spielen lässt. Die Aufnahme ist mit diversen Fragen umgeben, es handelt sich offenbar um eine Studio-Aufnahme, die später in der Versenkung verschwand. Die Produktion geschah technisch sorgfältig, aber auf der Plattenhülle  erscheint nur der Name des Chores, die Solisten werden überhaupt nirgendwo erwähnt und sind offenbar auch nicht mehr zu eruieren, und ein Philharmonisches Orchester Köln (so das Etikett) ist ansonsten nicht belegt. Der Klang der LP ist an und für sich nicht schlecht, nur die Balance Solisten - Chor - Orchester hat ihre Schwächen. Die Aufnahme beeindruckt an den imposanten ff-Tuttistellen, enttäuscht aber vor allem an leiseren und lyrischen Stellen, wo sie oft klanglich zu uneinheitlich wirkt um ergreifen zu können, u.a. weil Chor und Orchester zu wenig verschmelzen. Die unbekannten Solisten überzeugen gesanglich, haben nur manchmal Mühe, sich dem Chor gegenüber durchsetzen zu können; im Gloria erklingen z.B. ab T. 86 Horn, Oboe und Flöte, die alternierend den Solo-Bass begleiten, zu laut, im Credo und Agnus Dei wird der Chor stellenweise von den Bläsern erdrückt, die Figuren der Trompeten im Credo  (T. 32-40) dominieren das Klangbild, und die Beispiele ließen sich mehren. Eigentlich ist das schade, denn die Interpreten liefern eine Aufführung, die durchaus hörenswert ist. Über die gewählten Tempi kann man streiten, nur im Credo kommt der musikalische Fluss nahezu zum Erliegen: es hört sich zwar sehr majestätisch an, wirkt aber gleichzeitig schleppend - das ist kein "Moderato", wie es die Partitur vorschreibt, sondern ein "Langsam". Der Chor erreicht als nicht-professionelles Ensemble ein mehr als mittelmäßiges Niveau, verfügt über eine große Spannweite in der Dynamik, aber ihm fehlt Klanghomogenität, Verfeinerung und manchmal auch Treffsicherheit, besonders in "schwierigen" Sätzen wie dem Benedictus und dem Agnus Dei.

1972 nimmt Jochum die Messe auf - eine Aufnahme, die noch immer mit einem Nimbus umgeben ist, und das mit Recht, trotz Best, Gardiner und Matt. Die Aufnahme klingt für ihr Alter noch recht gut; zwar klingt das Orchester an ff-Stellen des Chores weit weniger detailliert als z.B. bei Matt und ist die Transparenz zwischen Chor und Orchester manchmal etwas gefährdet (z.B. im Agnus Dei), aber das fällt gegenüber den sonstigen Vorzügen dieser Einspielung nicht ins Gewicht. Schon gleich der Anfang der Messe  schafft den richtigen Rahmen: Bruckner verlangt als Spielweise "ausdrucksvoll" (was z.B. Best und Gardiner nicht ins Konzept zu passen scheint) und das Kyrie kommt düster daher, klingt sehr intensiv, mit einer großen Spannweite zwischen pp und ff. Das Gloria klingt leidenschaftlich-bewegt, das "Crucifixus" im Credo ist spannend, das "Et resurrexit" heftig und überwältigend, auch das "Amen" ist imposant. Ähnliches gilt für das eindringlich gespielte "Dona nobis pacem" am Ende der Messe. Es ist eine Aufnahme in der romantischen Tradition, in der Emotionen noch nicht verpönt waren: Sie ist sehr eloquent, mal lyrisch, mal dramatisch, mal weihevoll und wirkt wie aus einem Guss. Der Chor singt präzise und expressiv, das Solistenquartett ist ausgezeichnet.

Best (1993 - wieder ein Sprung von etwa zwanzig Jahren!) ist ist in seinen Tempi gegenüber Jochum deutlich schneller, wenn auch nicht extrem; wenn man von Jochum kommt, wirken sie allerdings ungewohnt schnell. Seine Aufnahme klingt sehr viel verhaltener, ja fast distanziert, und das wirkt sich u.a. in der Dynamik aus, bei der die Extreme merkwürdigerweise näher beieinander liegen als bei der älteren Aufnahme Jochums. Das hat Folgen: Das Kyrie klingt zwar sehr schön, ist aber weit weniger ergreifend als in der Interpretation von Jochum. Das ist das hervorstechende Merkmal (und vielleicht auch Problem) dieser Einspielung: Sie ist wunderschön, aber es ist Musik im emotionsfreien Raum. Man ist bei dieser Aufnahme selten ergriffen - eine Ausnahme wäre etwa das Sanctus, bei dem die Gegensätze zwischen p und ff, zwischen heftig und zart, zwischen Jauchzen und Bitten überzeugend eingefangen sind. Beim Benedictus und beim Agnus Dei bekommt das Orchester volle Aufmerksamkeit und es ist ein sehr luzider Klang entstanden. Letztendlich ist es eine Frage des Geschmacks, ob man mehr zu Jochum oder mehr zu Best tendiert. Chor und Orchester singen bzw. spielen ausgezeichnet, das Solistenquartett fügt sich mühelos ein. Einige kleine aufnahmetechnische Unvollkommenheiten gibt es; so wird der Chor öfters vom Orchester "geschluckt" und ist unhörbar (etwa beim "sub Pontio Pilato" im Credo, wo der Chor ff singt!), und nach dem "et sepultus est" (Credo) ist die Orgel (pp) unnatürlich leise aufgenommen. Das ändert nichts an der Tatsache, dass dies eine Aufnahme ist, die sehr viele Wünsche erfüllt.

1996 ist der 100. Sterbetag Anton Bruckners, und Zufall oder nicht, es erscheinen drei Aufnahmen der 1. Messe: Frieberger, Gardiner und Ortner. Frieberger (1996) nimmt wie Best die Tempi relativ zügig. Da wo Best aber ziemlich glattpoliert klingt, wirkt Friebergers (erste) Einspielung eher direkt. Das (relativ kleine) Orchester spielt mit vibratoarmen Streichern und klingt dunkel, vielleicht weil die Bläser prominent aufgenommen sind. Der Klang der CD ist nicht optimal, zum einen weil die hallige Akustik schwierig zu sein scheint und einen harten Klang erzeugt, zum anderen weil die Balance ungleichgewichtig ist: Die Solisten werden vom Orchester überstimmt, der Chor manchmal auch (vergleiche das "sub Pontio Pilato" im Credo), manche Details vom Chor und von den Solisten sind nicht gut hörbar (andere dagegen sehr, wie etwa das Violinsolo und die Holzbläser im Kyrie ab T. 64, besser als auf mancher anderen Aufnahme). Hinzu kommt, dass das Orchester, das einen sehr authentischen Klang produziert, technisch nicht perfekt ist. Die Interpretation selbst ist sehr überzeugend: das Kyrie z.B. wirkt rau und aufwühlend, das "Et incarnatus est" im Credo ist eine Oase der Ruhe, das "Et resurrexit" inklusive Orchestervorspiel wirkt dramatisch und höchst eindrucksvoll. Hier geht es nicht um schönen Klang, sondern ziemlich kompromisslos um Ausdruck, so dass man die nicht befriedigende Aufnahmetechnik mit in Kauf nimmt.

Gardiners Einspielung war zum Zeitpunkt des Erscheinens die schnellste bis dahin: Mit 40'51 ist er in etwa 2,5 Minuten schneller noch als Best und Frieberger. Dennoch wirkt seine Interpretation nirgendwo gehetzt, wohl schnell; so klingt etwa im Gloria, dessen Allegro sehr flott genommen wird, das Orchester-Zwischenspiel T. 137-144 fast frivol schnell und tänzerisch. Gardiner nimmt die Dynamik ernst und erzielt dadurch dramatische Wirkungen, was sich vor allem im Credo auszahlt: Das "Crucifixus" ist überwältigend, und ebenso das "Et resurrexit". Auch im "Agnus Dei" ist die Partitur eindrucksvoll umgesetzt, mit Gefühl für Dramatik. Das Solistenquartett (das leider wenig zu tun hat) bildet eine schöne Einheit. Es ist eine imposante Interpretation; der Chor hat eine starke Präsenz, klingt voll und ist dennoch präzise, das Orchester produziert einen warmen, modernen Klang. Es ist auch eine typische Gardiner-Interpretation in ihrer rhythmischen und dynamischen (Über-)Präzision, ohne allzu maniriert zu wirken. Leider bleibt der Gesamteindruck eher kühl. Gardiner wirkt glatter und extravertierter als Jochum, wirkt weniger eindringlich; er bietet viele Nüancen im Chor und im Orchesterspiel, nur ist ihm da Matt bei dessen viel langsameren Tempi überlegen. Die Aufnahme suggeriert Räumlichkeit, ist dynamisch weit gespannt und gleichzeitig transparent.

Man könnte vermuten, dass nach Gardiners Demonstration von Kraft und Fülle nur noch ehrfurchtsvolles Schweigen möglich wäre, aber nichts in weniger wahr. Ortners Einspielung aus demselben Jahr 1996 kann sich neben Gardiner durchaus hören lassen; sie ist weniger auf Effekt aus, experimentiert nicht mit knallenden Tempi, ist auch etwas weniger "perfekt", aber die Wirkung auf den Hörer ist ähnlich stark. Ortners Tempi (Gesamtdauer der Messe 45'14) tendieren eher zum Langsamen hin, bieten dadurch auch neue Möglichkeiten. Das ruhig wirkende Tempo des Kyrie z.B. erlaubt hefige Ausbrüche; das Vorspiel vor dem "Et crucifixus" klingt vorsichtig, tastend, so dass der anschließende Chor seine volle Wucht wirkungsvoll entfalten kann, und ähnlich ist es bei dem "Et resurrexit", dessen Vorspiel relativ langsam ist und dadurch viel Gewicht bekommt, wonach dann der Chor eine sich steigernde Kraft entwickelt. Das Orchester spielt prominent mit, ohne die Balance zu gefährden; nur in tieferen Lagen kann sich der Chor manchmal nur schwer dem Orchester gegenüber durchsetzen, aber das Problem kennen manche andere Aufnahmen auch. Der Chor singt mit kompaktem Klang, das Sanctus klingend strahlend und jauchzend, das Benedictus dolce. Wenn man bedenkt, dass dies ein Gelegenheitschor von ausgewählten Sängern ist, verzeiht man einige Intonationsprobleme.

Die Aufnahme von Numajiri (1997) ist, wie das Cover ausdrücklich sagt, "not for sale", was darauf hinweisen kann, dass es sich bei dieser Aufnahme mit (zumindest im Westen) unbekannten japanischen Interpreten um den Konzertmitschnitt eines nicht-professionellen Chores handelt. Der Chor singt anfangs relativ sicher, aber flach, ohne viel Expression; gegen Ende der Messe (Benedictus, Agnus Dei) leidet der Klang und gibt es auch vermehrt technische Probleme. Chor wie Orchester geben ihr Bestes, aber es entsteht kein Ganzes, der Zusammenklang wirkt nicht-inspiriert. Das "Crucifixus" im Credo z.B. wird schön gesungen, ist aber nicht drängend wie etwa bei Frieberger; das "Et resurrexit" ist überzeugend, wenn es auch vielleicht etwas an der Oberfläche bleibt; andere Stellen dagegen bleiben blass oder unterbelichtet - so wird das "Et mortuos" im Credo glatt überspielt, das p wird nicht realisiert (T. 185/186). Die Aufnahmetechnik ist der Größe des Ensembles nicht gewachsen, an f- und ff-Stellen wird der Klang breiig, das "sub Pontio Pilato" im Credo verschwindet hinter der Orchester, und die Solisten wirken irgendwie verloren.  Bruckners Symphonien gehören heutzutage in Japan zum Standardrepertoire, um die Vokalwerke bemüht man sich auch, aber vielleicht bildet die Sprache eine extra Barriere. 

Bei Kronlachner (2002) singt ein Kirchenchor und spielt ein ebenfalls lokales Orchester, also nicht-professionelle Ensembles, und zwar aus einer oberösterreichischen Kleinstadt; nur das Solistenquartett dürfte professionell sein. Dabei ist eine bemerkenswerte Aufnahme zustande gekommen. Leider macht die Kirchenakustik der Aufnahmetechnik Probleme: An ff-Stellen ist es schwer, den Text zu verfolgen, und die Balance ist nicht optimal - die Orchesterstimmen lassen sich manchmal leichter verfolgen als die des Chores. Für diese Unvollkommenheiten entschädigt aber das Zusammenspiel zwischen Chor, Solisten und Orchester (dessen Streicher allerdings etwas unsicher wirken). Der Chor singt die Sterne vom Himmel herunter; der Klang ist fest und erdverbunden. Das Kyrie schwingt breit aus (obgleich es nicht langsam gesungen wird), das Gloria wirkt wuchtig-majestätisch. Im Credo fällt auf, dass die Solisten gut aufeinander abgestimmt sind (nur der Tenor hat ein kurzes Intonationsproblem beim "Et incarnatus est", T. 69); der Chor zeigt, dass er auch behutsam-zart singen kann. Das "Et resurrexit" wird im Orchestervorspiel wirksam vorbereitet, vom pp im Orchester bis zum ff im gesamten Ensemble; Ähnliches gilt für den Schluss "et vitam venturi" mit abschließendem "Amen" (ab 281). Die anderen Sätze bestätigen diesen Eindruck.

Die Einspielung von Matt (2003) bildet in punkto Tempo einen großen Kontrast mit den Aufnahmen von Best, Frieberger und Gardiner aus den 19990ern - Matt spannt mit seinen 50'14 zu Adler, der 1954 50'35 benötigte. Anders als bei manchen anderen liegen bei Matt die Tempi der einzelnen Sätze nicht weit auseinander, ein Allegro ist bei ihm nicht sehr viel schneller als ein Moderato.  Emphase spielt wieder eine große Rolle, der Chor singt kräftig und ausdrucksvoll, unterstützt vom Orchester. Im dritten Teil des Kyrie steigert sich, unterstützt vom langsamen Tempo, das "Kyrie eleison" zum mächtigen, ausdrucksstarken Crescendo (T. 75-78) und kommt zu einem erneuten Ausbruch bei T. 100. Im Credo klingt das Glaubensbekenntnis durch das Moderato machtvoll und triumphierend, auch das Solistenquartett kann sorgsam phrasieren Das Orchester tritt ebenbürtig neben dem Chor auf und das ermöglicht, zusammen mit den langsameren Tempi viele Details und Nüancen, die bei den meisten Einspielungen nicht zum Tragen kommen, lässt allerdings auch die Füllstimmen des Orchesters in den Vordergrund treten. Das "Crucifixus" vermittelt Kraft, das "sub Pontio Pilato" ist, anders als bei anderen Aufnahmen, gut hörbar. Das Benedictus klingt vielleicht eine Spur zu forsch und zu laut für ein p und dadurch zu wenig "dolce". Ansonsten ist dies eine große Einspielung. Die Aufnahme ist direkter als bei Gardiner, was weniger emotionale Distanz bedeutet; sie wirkt dadurch, ähnlich wie bei Jochum, intensiv, wenn auch insgesamt heller und weniger mystisch als letzterer.

Auch Ortmayer (2004) setzt auf Ausdruck und erreicht mit seinem vermutlich nicht-professionellen Chor eine eindrucksvolle Interpretation, die den professionellen Einspielungen im direkten Vergleich nur wenig nachsteht. Gleich das Kyrie wirkt heftig und drängend, der Chor singt hingebungsvoll und verlässlich mit großem technischem Können; es ist ein großer Chor, der einen monumentalen, üppigen Klang erzeugen kann, allerdings um den Preis, dass er etwas weniger wendig ist als bei Jochum, Matt, Gardiner oder Best. Das Orchester klingt eher pauschal, wodurch die Begleitung an ff-Tuttistellen weniger differenziert ist; leider sind die Streicher nicht immer gleich. Das Solistenquartt  singt solide, aber mit etwas wenig Schmelz. Die Tempi sind moderat, vergleichbar mit denen Jochums. Wer eine gute Kostprobe von dem haben will, was der Chor zu leisten vermag, höre sich einmal das Credo an, das machtvoll erklingt; beim "Et resurrexit" etwa wird das Crescendo eindrucksvoll aufgebaut für einen machtvollen Klimax; nur die "größeren" Kollegen wie z.B. Jochum oder Gardiner sind da noch wirkungsvoller.

Die Aufnahme unter Pötsch (2004), entstanden im Benediktinerstift Kremsmünster, ist Ausdruck der Musiktradition und -kultur dieses Stiftes und des angeschlossenen Gymnasiums; Bruckner war hier öfters zu Gast.  Tempomäßig ist Pötsch' Interpretation mit 40'35 in der Nähe Gardiners angesiedelt, also relativ flotte Tempi, allerdings ohne gehetzt zu wirken. In punkto Balance ist die Aufnahme nicht ideal, wobei die Tatsache, dass im Chor die Besetzung der verschiedenen Stimmen sehr stark auseinander geht (bei Schulen manchmal schwer zu vermeiden), für extra Schwierigkeiten gesorgt haben mag. Der Klang ist manchmal etwas pauschal, wodurch Details untergehen. Die Praxis der vorliegenden Aufnahme ist, dass die Bläser das Orchester stark dominieren (was historisch nicht so unrichtig sein mag), dass die Streicher in Tutti-Passagen fast völlig untergehen, und dass auch der Chor manchmal unterliegt. Dennoch lässt sich viele Schönes genießen. Das Kyrie steigt gewissermaßen aus dem Nichts empor, entfaltet sich und verklingt am Ende wieder. Das Credo wird mit Bravour gebracht, das kurze Solistenquartett T. 69-75 ist anrührend schön, überwältigend sind das "Crucifixus" (ab W, 89) und das "Et resurrexit"; beim "judicare" droht dem Chor allerdings der Atem auszugehen.  Besonders im Agnus Dei ist die Balance zwischen Chor und Orchester nicht optimal, Bläserläufe überstimmen den Chor, besonders ab T. 62, wodurch der ff-Einsatz des Chores in T. 63 kaum hörbar ist. Zwar schreibt die Partitur hier den Bläsern eine wichtige Rolle zu, aber die Realisierung wirkt unausgewogen und zu stark, das "Ungefällige" an Bruckners Orchestrierung überbetonend - obgleich zugegeben werden muss, dass der Klimax im "Dona nobis pacem" (ab 93) schockierend erschütternd wirkt. Für ein nicht-professionelles Ensemble - das gilt sowohl für den Chor wie für das Orchester - wird hier ein erstaunlich hohes Niveau erreicht, kleine Unsicherheiten überhört man da gerne. Kein polierter Schönklang, sondern der Live-Klang aus einem kirchlichen Ambiente. Die aus der Region stammenden Solisten erfüllen Ihre Aufgabe überzeugend..

Ebensowie Ortmayer und Pötsch arbeitet Harrer (2007) in seinem Konzertmitschnitt mit einem vermutlich nicht-professionellen größeren Chor, der, wie das Orchester, einen kräftigen Klang liefert, und das ist voll im Einklang mit Harrers Intentionen. Schon gleich das Kyrie lässt eine drängende Vorwärtsbewegung hören, mit viel Emphase und heftiger Bewegung, und Expressivität geht vor Schönklang; das Kyrie mit seinen Dissonanzen ist kühn, und Harrer streicht das heraus, wobei ihn die Aufnahmetechnik unterstützt: Der Klang der Aufnahme ist sehr direkt, Chor, Orchester und Solisten sind gleichermaßen gut hörbar, man hört die Details vielleicht besser als im Konzert. Eine solche Technik birgt vielleicht auch Gefahren in sich: Soloinstrumente klingen öfters zu laut (etwa die Hörner im Gloria), und die große Linie der Musik könnte verloren gehen. Das pp des Chores gerät an manchen Stellen etwas zu laut, ansonsten wird die Dynamik genau beachtet. Gloria und Credo bekommen eine kraftvolle Interpretation. Die Solobratsche im Gloria spielt leider ein wenig harsch (z.B. 112-116). Im Credo fällt beim "Et incarnatus est" der schöne, leider kurze Wechselgesang zwischen dem Solistenquartett und dem Chor auf. Dramatisch erklingt das "Crucufixus" (ab 89): ein langsames Adagio, das die Todesstimmung wirkungsvoll gestaltet - in großem Kontrast dazu das "Et resurrexit" mit sorgfältig aufgebautem Crescendo; der große Chor bringt die monumentale Vision Harrers auf das Werk zum Tragen. Durch die "weiträumige" Aufnahmetechnik bekommen einzelne Instrumente bzw. Instrumentengruppen plötzlich mehr Gewicht und wird die Instrumentierung in ihren Details besser hörbar. Im Agnus Dei klingen die Männerstimmen stellenweise etwas unsicher; eindrucksvoll dagegen ist das "qui tollis peccata mundi" (ab 27), wo der Wechselgesang der einzelnen Stimmgruppenetwas Flehendes bekommt. Insgesamt eine eindrucksvolle Einspielung!

2008 hat Frieberger die Messe erneut aufgeführt, und zwar im Ambiente der Uraufführung: Die Aufnahme entstand auf der Empore des Alten Domes in Linzes, der Wirkungsstätte Anton Bruckners. Diese neue Aufnahme ist nicht grundlegend anders als die zwölf Jahre vorher entstandene, die Tempi der meisten Sätze sind jetzt geringfügig schneller (Gesamtdauer 42'06 gegen 43'40), die interpretatorische Idee scheint die gleiche geblieben zu sein, nämlich eine Aufführung im Geiste der Entstehungszeit. Die Authentizität liegt u.a. in der Größe des Chores und des Orchesters (bedingt durch den Emporenraum) und in der Wahl eines Begleitorchesters mit Instrumenten der Brucknerzeit. Obgleich klanglich weit befriedigender als die frühere Aufnahme (einheitlicher, bessere Balance, weniger hallig): Eine aufwändige Klangtechnik dürfte auf einer so begrenztem Fläche kaum möglich gewesen sein. Das klangliche Resultat ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig: es ist ein etwas spröder, dunkel gefärbter Orchesterklang, die Bläser beherrschen die Palette, Tutti-Stellen klingen sehr kompakt, der Chor wird manchmal vom Orchester "geschluckt", die Aufnahme klingt sehr direkt - so konnte man wahrscheinlich die Musik nur auf der Empore selbst hören. Die Balance zwischen den einzelnen Gruppen (Solisten, Chor, Streicher und Bläser) ist nicht immer optimal. Dafür bekommt man dann aber eine sehr lebendige und transparente Interpretation. Leider sind weder das Orchester (z.B. Anfang des Benedictus) noch der Chor (z.B. das "passus" (T. 97) des Credo) immer treffsicher, die Solisten dagegen sind zuverlässig, wobei der Sopran manchmal stark vibriert (etwa im Credo). Trotz solcher Bedenken ist das Credo sehr eindrucksvoll, etwa das "Crucifixus", der kurze, wirksame Soli-Einschub T. 101-105, oder das höchst eindrucksvolle Orchestervorspiel vor dem "Et resurrexit" (T. 113-140): Die Musik bekommt hier durch den historischen Spielstil enorme Sprengkraft, und der große Unterschied zu den Aufnahmen mit dem "glatt polierten" modernen Instrumentarium fällt auf. Ähnliches gilt für die anderen Sätze der Messe. Wenn man diese Aufnahme etwa mit der Gardiners vergleicht, wird man dort zwar mit einer ausgefeilten klang- und spieltechnischen Perfektion konfrontiert, aber ein Gefühl der Authentizität will sich nicht einstellen - Gardiners Interpretation ist viel glätter und mutet im Vergleich fast romantisierend an - man vergleiche nur das Vorspiel zum "Et resurrexit" in beiden Aufnahmen... Der Hörer hat die Qual der Wahl...

Froschauer (2010) unterbietet sogar Gardiners Tempi noch: mit 37'17 ist er gut 3½ Minuten schneller als jener und gut 13 Minuten schneller als Adler! Das schnellste Tempo gilt für alle Sätze der Messe (mit Ausnahme des Credos, das Gardiner schneller nimmt). Das hat selbstverständlich Auswirkungen auf den Charakter der Interpretation, wie schon gleich beim Kyrie deutlich wird: Im Vergleich mit Best und vor allem mit Jochum, bei dem das Kyrie gleichsam tastend aus dem Nichts emporsteigt, wirkt Froschauer hier sachlich, fast nüchtern - Mystik ist nicht seine Sache. Weil sich Jochum und auch Best mehr Zeit nehmen - das gilt auch für die anderen Teile der Messe - wirken ihre Interpretationen differenzierter und "spannender". Und da, wo Best in etwa gleich schnell ist wie Froschauer, nämlich im Sanctus, wirkt seine Interpretation behutsamer, während Froschauers Zugriff eher forsch ist, was besonders im Benedictus zum Ausdruck kommt. Das ist nicht unbedingt ein negatives Urteil, es zeugt vermutlich von einer anderen Sicht auf diese Musik. Allerdings wirkt das Agnus Dei doch ziemlich gehetzt; die Musik hat hier wenig Bittendes, was der Text doch suggerieren möchte - man macht halt schöne Musik, ohne auf das Anliegen des Textes zu achten. Musiziert wird auf einem hohen Niveau. Der Chor ist ausgezeichnet, das Orchester bietet auf dem gleichen Niveau Paroli, die Solisten überzeugen ebenfalls. Was die Aufnahmetechnik angeht, ist diese Einspielung den meisten anderen überlegen; sie ist sehr detailliert und direkt (im Gegensatz zu der von Best), im Credo z.B. mit seinen Klangeruptionen hört man das ganze Orchester und nicht wie bei Best prononciert das Blech; dass in Fortepassagen dabei manchmal der Chor im Orchester unterzugehen droht, muss man in Kauf nehmen. Insgesamt eine überzeugende Aufnahme.

  
 



F. Charles Adler
Patricia Brinton, Sonja Dracksler [recte: Draksler], William Blankenship, Frederick Guthrie
Chor und Orchester des Wiener Rundfunks
Aufnahmedatum: 1954
Fassung/Partitur: Erstdruckpartitur
Aufführungsdauer: *50'35 (09'03, 08'46, 14'09, 02'11, 08'27, 07'59)
Ausgaben: LP: SPA 72, Lumen AMS 7 (Archives sonores de la musique sacrée), Record Society RS 58; CD: Classical Recordings Quaterly Editions CRQ CD 44
Bem.: Sowohl die Plattenhülle wie das Plattenlabel der LP geben als Orchester "The Vienna Orchestra" an, hinter dem sich entweder das Rundfunkorchester Wien oder die Wiener Symphoniker verstecken; der Name des Chores fehlt - beides möglicherweise aus vertraglichen Gründen. Das Aufnahmejahr findet sich auf der AMS-LP. Im Credo wird die Orgelpartie von Holzbläsern übernommen.

Matthew Best
Joan Rodgers, Catherine Wyn-Rogers, Keith Lewis, Alastair Miles
Corydon Singers & Orchestra, James O'Donnell (Orgel)
Aufnahmedatum: 2/1993
Fassung/Partitur: vermutlich Nowak
Aufführungsdauer: *43'15 (06'56, 05'59, 12'56, 01'45, 07'11, 08'28)
Ausgaben: CD: Hyperion CDA66650, Hyperion CDS44071/3 (3 CD), Hyperion HYP650 (zus. mit Te Deum) ; mp3 CD: RMG Records Bruckner CD 2 (Symphonien 7-9, unter Böhm und E. Jochum, Te Deum, Messe Nr. 1 und Requiem (Best), Messe Nr. 3 Rilling))
Bem.: Mit Orgelsolo im Credo

Stephen Blackwelder
Michelle Areyzaga, Sarah Holman, Peder Reiff, Warren Kiplan
DePaul Community Chorus, Oistrach Symphony Orchestra
Aufnahmedatum: 18.3.2012 Live (Chicago, DePaul Community Hall)
Aufführungsdauer: *46'39 (07'12, 07'32, 13'40, 01'52, 07'09, 09'14)
Ausgaben: Video: YouTube

Hans Esser
Solisten: nicht erwähnt
Kirchenchor St. Bonifatius Köln-Nippes, Philharmonisches Orchester Köln
Aufnahmedatum: 11/1971
Aufführungsdauer: *55'01 (08'14, 09'15, 17'14, 02'19, 08'25, 09'34)
Ausgaben: LP: Ausgabe des Chores, Ton-Studio Josef Breuer Nr. BR 73.030
Bem.: Die LP-Hülle erwähnt nur den Namen des Chores, auf dem LP-Label finden sich der - vermutlich fiktive - Name des Orchesters und der des Dirigenten. Die Namen der Solisten werden verschwiegen. - Mit Orgelsolo im Credo

Rupert Gottfried Frieberger
Gabriele Daniel, Lydia Vierlinger, Norbert Prasser, Walter Johannes Fischer
Cantoria Plagensis/Orchester der Int. Schläger Musikseminare
Aufnahmedatum: 16.11.1996 Live (Stiftskirche Schlägl)
Fassung/Partitur: Originalpartitur (s. Bem.)
Aufführungsdauer: *43'40 (05'47, 06'49, 13'29, 02'14, 07'05, 08'16)
Ausgaben: CD: Fabian Records CD 5113 (20 Jahre O.Ö. Landesmusikschulwerk)
Bem.: Laut Auskunft von Prof. Frieberger hat er seiner Aufnahme die Originalpartitur Bruckners zugrundegelegt und auch andere Partiturausgaben hinzugezogen. 

Rupert Gottfried Frieberger
Rosemarie Schobersberger, Christa Ratzenböck, Christian Havel, Andreas Lebeda
Hard-Chor Linz, Ars Antiqua Austria
Aufnahmedatum: 1.10.2008 Live (Linz, Alter Dom) im Rahmen des Internationalen Brucknerfestes 2008
Aufführungsdauer: *42'06 (05'18, 06'44, 13'11, 02'11, 07'14, 07'28)
Ausgaben: CD: Fabian Records CD 5116 (Eine katholische Messe zur Brucknerzeit)

Helmuth Froschauer
Annika Sophie Ritlewski, Franziska Rabl, Dominik Wortig, Kay Stiefermann
WDR Rundfunkchor Köln, WDR-Rundfunkorchester Köln
Aufnahmedatum: 6./11.12.2010
Aufführungsdauer: *37'17 (05'12, 05'54, 12'04, 01'37, 06'22, 06'08)
Ausgaben: CD: Crystal Classics N 67 085 (2 CD)
Bem.: Mit Orgelsolo im Credo

John Eliot Gardiner
Luba Orgonasova, Bernarda Fink, Christoph Prégardien, Eike Wilm Schulte
The Monteverdi Choir, Wiener Philharmoniker
Aufnahmedatum: 6/1996 Live (Wien, Musikverein, Großer Saal)
Fassung/Partitur: vermutlich Nowak
Aufführungsdauer: *40'51 (06'23, 06'03, 11'37, 01'54, 06'54, 08'00)
Ausgaben: CD: DG 459 674-2, DG UCCG-1030, Ö 1 Klassiker vol. 20

John Eliot Gardiner
Luba Orgonasova, Bernarda Fink, Christoph Prégardien, Eike Wilm Schulte
Wiener Singverein, Wiener Philharmoniker
Aufnahmedatum: 17.6.1998 Live (Wien, Musikverein, Großer Saal)
Fassung/Partitur: vermutlich Nowak
Aufführungsdauer: **42'21 (06'21, 06'18, 12'00, 01'59, 07'33, 08'10)
Ausgaben: mp3: Luna LU-1023 (Download von der Website Opera-Club.net, 3 CD)
Bem.: Eine Aufnahme, die Fragen aufwirft: Exakt zwei Jahre nach der DG-Aufnahme (der vermutlich Konzerte vorausgegangen sind), stehen derselbe Dirigent, dieselben Solisten und dasselbe Orchester in demselben Saal für dasselbe Werk zur Verfügung - nur der Chor ist ein anderer...

Uwe Christian Harrer
Ursula Langmayr, Katrin Wundsam, Matthäus Schmidlechner, Robert Holzer
Chorgemeinschaft Leonding, Leondinger Symphonie Orchester
Aufnahmedatum: 20.10.2007 Live (Leonding, Kürnberghalle)
Fassung/Partitur: Nowak
Aufführungsdauer: *44'22 (05'41, 07'17, 14'09, 02'01, 07'31, 07'43)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores

Eugen Jochum
Edith Mathis, Marga Schiml, Wieslaw Ochmann, Karl Ridderbusch
Chor und Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Elmar Schloter (Orgel)
Aufnahmedatum: 1/1972
Fassung/Partitur: Nowak
Aufführungsdauer: *46'04 (07'38, 06'22, 13'21, 01'55, 07'30, 09'18)
Ausgaben: LP: DG 2530 314, DG 2720 054 (5 LP); CD: DG 423 127-2 (4 CD), DG 447 409-2 (2 CD, mit 2. u. 3. Messe), DG POCG-3511/4 (4 CD), DG POCG-3613/4 (2 CD, mit 2. u. 3. Messe), DG 00289 4796197 (3 CD, mit u.a. Messe 2 und 3 und Motetten)
Bem.: Mit Orgelsolo im Credo

Pius Kalt
Basilica-Chor (= Chor der St. Hedwigskathedrale)
Aufnahmedatum: Lovallo: vor 1925
Fassung/Partitur: Erstdruck-Partitur
Aufführungsdauer: (nur Gloria) *08'44
Ausgaben: 78: Polydor B 25048, Polydor 66116
Bem.: Namen der Solisten und des Orchesters nicht bekannt.

Ernst Kronlachner
Katerina Beranova, Barbara Malkus, Josef Habringer, Albert Pesendorfer
Verstärkter Chor und Orchester der Stadtpfarrkirche Schwanenstadt, Kirchenmusikverein Schwanenstadt
Aufnahmedatum: 21.6.2002 Live (Schwanenstadt, Stadtpfarrkirche)
Fassung/Partitur: Nowak
Aufführungsdauer: *46'47 (06'47, 06'51, 14'38, 02'07, 07'43, 08'41)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores

Ernst Kronlachner
Maria Keiblinger, Mathilde Staudinger, Ludwig Grötzl, Alfred Starl
Kirchenchor Schwanenstadt, Orchester?
Aufnahmedatum: 1.11.2007 Live (Schwanenstadt, Stadtpfarrkirche)
Fassung/Partitur: Nowak
Aufführungsdauer: unvollständig: Kyrie (*06'40), Gloria (*06'27), Sanctus (*02'03), Agnus Dei (*07'45)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores

Markus Landerer
Monika Riedler, Gabriele Sima, Thomas Ebenstein, Anton Scharinger
Wiener Symphoniker, Domchor St. Stephan
Aufnahmedatum: 8.11.2008 Live (Wien Stephansdom)
Aufführungsdauer: nur unvollständig aufgeführt: Sanctus, Benedictus, Agnus Dei
Ausgaben: DVD: ORF
Bem.: Videoaufzeichnung der Begräbnisfeierlichkeiten des Wiener Altbürgemeisters Helmut Zilk aus dem Wiener Stephansdom

Nicol Matt
Isabelle Müller-Kant, Eibe Möhlmann, Daniel Sans, Christof Fischesser
Chamber Choir of Europe, Württembergische Philharmonie Reutlingen
Aufnahmedatum: 20./25.1.2003
Fassung/Partitur: Nowak
Aufführungsdauer: *50'14 (08'06, 07'35, 15'08, 02'04, 08'10, 09'11)
Ausgaben: CD: Brilliant Classics 92002 (3 CD, zus. mit 2. u. 3 Messe, Te Deum u. Psalm 150 (Rilling)), Brilliant SACD 92212, Brilliant Classics 94669 (3 CD, zus. mit Rögner, Messe 2 und 3 und Te Deum)

Ryusuku Numajiri
Yoko Oshima, Chieko Annen, Hiroyuki Yoshida, Ikuo Oshima
Hamamatsu Konsei Gasshodan, Japan Shinsei Symphony Orchestra
Aufnahmedatum: 27.7.1997 Live (Hamamatsu-shi Kyoiku Bunka Kaikan, Hama Hall)
Fassung/Partitur: Nowak
Aufführungsdauer: *44'08 (06'34, 06'36, 12'27, 01'53, 07'00, 09'38)
Ausgaben: CD: Fontec FPCD2497 (nicht im Handel)

Herbert Ortmayr
Elisabeth A.M. Sykora, Gabriele Uher-Korn, Michael Knapp, Anton Scharinger
Chor und Orchester der Chorvereinigung St. Augustin-Wien
Aufnahmedatum: 13.5.2004 Live (Wien, Jesuitenkirche)
Fassung/Partitur: Nowak
Aufführungsdauer: *45'25 (07'14, 06'27, 13'31, 02'12, 07'30, 08'31)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores

Erwin Ortner
Ursula Fiedler, Martina Steffl, Christian Bauer, Walter Johannes Fischer
Internationale Chorakademie Krems '96, Niederösterreichisches Kammerorchester
Aufnahmedatum: 13.7.1996 Live (Stiftskirche Melk)
Fassung/Partitur: Nowak
Aufführungsdauer: *45'14 (06'32, 07'23, 14'11, 02'01, 07'33, 07'34)
Ausgaben: CD: da capo 68.24830

Roberto Paternostro
Sandrina Ost, Julia Oesch, Jörg Dürrmüller, Robert Holzer
Philharmonia Chor Stuttgart, Württembergische Philharmonie Reutlingen
Aufnahmedatum: 6/2008 Stuttgart (Basilika Weingarten)
Aufführungsdauer:
Ausgaben: CD: angekündigt
Bem.: Obgleich das Konzert mit der 1. Messe stattgefunden hat, wurde die Aufnahme offenbar nicht herausgebracht; auf der Website des Dirigenten steht sie unter den "CD recordings".

P. Altmann Pötsch
Gotho Griesmeier, Andrea Pötzlberger, Harald Wurmsdobler, Manfred Mitterbauer
Chor der Stiftskirche, Chor des Stiftsgymnasiums Kremsmünster, Orchester der Stiftskirche
Aufnahmedatum: 5.6.2004 Live (Kremsmünster, Kaisersaal)
Aufführungsdauer: *40'35  (05'15, 05'46, 12'58, 01'54, 07'18, 07'24)
Ausgaben: CD: Ausgabe des Stiftes MCMSTKR00104 (Libera me domine)

Peter Röckl
Charlotte Pistor, Roswitha Müller, Hubert Nettinger, Wolfgang Klose
Chorgemeinschaft Vilsbiburg, Konzertchor Landshut, Landshuter Sinfonieorchester
Aufnahmedatum: 17.11.2001 Live (Vilsbiburg, Aula der Hauptschule)
Aufführungsdauer:
Ausgaben: CD: Ausgabe des Chores

Andreas Solinas
Vittoria Lai, Francesca Pierpaoli, Matteo Desole, Ettore Kim
Polifonica Santa Cecilia, Orchestra Sinfonica Laborintus
Aufnahmedatum: 15.12.2016 Live (Sassari/Sardinien, Chiesa di San Giuseppe)
Aufführungsdauer: *49'20 (08'35, 06'42, 14'16, 01'55, 07'52, 10'00)
Ausgaben: Video: YouTube
Bem.: Die Solisten sind z.T. ungünstig aufgenommen worden.